Meine Suche nach Weisheit. –

Was ist es, was mich weise macht ?

Es ist eine Vorstellung innerhalb der Idee eines/r anderen. –

Wenn meine Argumentation das berührt, was mein Gesprächspartner nicht erwartet, sie von da weg das streift, was Er/Sie annimmt und Ich Ihm/Ihr dabei das Gefühl gebe zu erkennen, was Wir gemeinsam erkennen können… – ist es schwer, dass es ausbleibt, dass man mich für weise hält. –

Es sei denn, mein Gesprächspartner kennt dieses Verhalten, dann begückwünscht man mich zu meiner Klugheit. –  Das weiss Ich, weil Ich viel Zeit damit verbracht habe, herauszufinden, wie Ich weise werde. –

Wurde Ich dadurch weiser ? Keineswegs,
– Ich wurde jedoch sehr geübt darin, Gesprächsrahmen zu dehnen, innerhalb ihrer beliebig viele Argumentationspunkte, die ohnehin schon da sind, anzuwenden und garantierte mir damit die argumentative Hoheit in so ziemlich allen Gesprächen der vergangenen dreissig Jahre. –

– Ich tat es nicht aus Weisheit, sondern aus der Furcht argumentativ zu unterliegen. –
Das war mir deshalb so wichtig, weil Ich die Beweggründe der Welt in der Ich lebe, hinterfragte und keinen Sinn darin fand, einem Konglomerat zu dienen, das mich weder überzeugte, noch bereit war, mir zu schmeicheln, – so ersann Ich dieses Verhalten, um mir zumindest indirekte Schmeichelei zu ergaunern, mit dem Ergebnis, dass die Menschen sich gezwungen sahen, mir zu schmeicheln, was meine Ansicht verstärkte, sie seien sehr dumm. –

– Als mir klar wurde, dass Ich mich darin getäuscht hatte, sah ich keine Möglichkeit mehr, auf diesem Wege umzukehren, weil ich ja niemals einen anderen Weg geübt hatte, da Ich jedoch sehr begeistert von diesem, – meinen Entwicklungsweg bin, – ist dies auch nicht mein Ansinnen. –

– Genaugenommen muss ich jedoch argumentieren, „Ich bin sehr begeistert von dem, was Ich von meinem Entwicklungsweg bewusst mitbekommen habe“, – mein Entwicklungsweg an sich entging mir alleine schon deshalb, weil ich Ihn dadurch, dass ich ihn beschritt, nicht wahrnahm. –

Und nicht nur meinen nicht…. – Es gelang mir, durch diese Art und Weise des Umganges mit mir und der Welt, in der ich lebe, kaum etwas anderes zu erkennen, als mein eigenes Bestreben und die zeitweiligen Reaktionen meiner Umwelt darauf,
– Ich kann also mit Fug und Recht behaupten, „Ich weiss nicht das Geringste von der Welt, in der ich lebe, mit Ausnahme von gewissen Einigungen, die den Menschen, die mir begegneten aus Gründen wichtig sind, von denen sie mir berichteten und die sich nur sehr selten mit meinen eigenen Gründen decken“. –

– Ich weiss nicht, ob es anderen Menschen anders geht, doch ich kann aus langjähriger      Erfahrung garantieren, „das Streben nach Weisheit führt mitnichten zu derselben“, sondern nur zu Umschreibungen der eigenen Bestrebungen nach der Suche nach Weisheit, – was meint Ihr ?

 

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