Ich muss nun wieder etwas anschreiben, das man überhaupt nicht gerne liest …

Der Begriff „Studium“ bezieht sich in der Regel auf „das Studieren bereits geschriebener Worte“,
– und was die Aufarbeitung von Inhalten betrifft, hat es auch sicher seine Richtigkeit,
– so es sich jedoch darauf reduziert, – handelt es sich nicht mehr „um das Wirken eines lebendigen Geistes“. –

Ich habe dies bereits an anderen Stellen mehrfach angemerkt, – doch offenbar warten sehr viele von Uns
auf das Auftauchen einer ominösen „Fähigkeit“, – eines „Talentes“, – doch dieses „Talent“ wird sich durch
nichts einstellen, als durch beständige Übung in eigengeistiger Literatur. –

Grundsätzlich ist diese Fähigkeit in jedwedem Gehirn angelegt, – doch, „was man nicht tut, geschieht nicht“,
– und solange Ich mich nicht auf die Suche nach Inhalten und deren Wiedergabe mache, – werden sie nicht
von alleine erscheinen. –

Wenn Ich sehr viele Inhalte anderer Autoren in mir aufnehme, hat das zur Folge,
das jene mein Gehirn belagern, – um zu eigenen Begriffen zu kommen, muss Ich zum Einen
dieselben umformulieren, – was eine sehr gute Übung darstellt, und hundertmal mehr bringt,
als das Büffeln fremdgeistiger Inhalte, – und zum Anderen braucht mein Gehirn einen Zustand
der Entspannung, der „Inhaltsleere“, – wenn man so möchte. –

Wenn man dann in diese Leere hinein sucht, werden sich ganz natürlich eigene Interpretationen einstellen,
– und in der Wiedergabe derselben beginnt „die lebendige Schöpfung des eigenen Geistes“. –

Mitunter mag es Einen überraschen, zu welchen Ergebnissen das führt,
– in jedem Falle ist es der Beginn „eigengeistiger Schöpfung“, – immer individuell, immer einzigartig,
– und, – in dieser Form, – immer neu. –

„Klasse“ darin erhält man ausschliesslich durch weitere Übung in dieser Disziplin,
– und mit einer Solchen kann sie auch nicht ausbleiben. –

Und spätestens an diesem Punkt wird Uns auch die Fragwürdigkeit des Begriffes der „Bildung“ klar,
– ein „gebildetes Gehirn“ ist „eine Ansammlung von Fremdvorgaben“, – was als Grundlage ja noch
angehen kann, – bleibt es jedoch dabei, beginnt die lebendige Fähigkeit unseres Geistes zu sterben,
– und wer auf diesen Zustand auch noch stolz ist, – leidet unter einer sehr gefährlichen Täuschung
und hat dafür alles andere als Achtung verdient. –

Wer wirklich wissen möchte, wozu Er / Sie fähig ist, – tut gut daran, – bereits bestehende Schöpfungen
als „Inspirationen“ zu betrachten, – also als „Ideen, um einen auf Ideen zu bringen“,
– und nicht als Masstab seiner Ihm / Ihr innewohnenden Fähigkeiten,
– sonst wird man überhaupt nichts vorweisen können als „an totem Wissen sterbende Gehirne“,
– denn den „lebendigen Geist“ erkennt man an seiner unwiederbringlichen lebendigen Schöpfung,
– und nicht am beständigen Wiederkäuen bereits definierter Inhalte. –

Und unter diesem Aspekt gilt es auch die Begriffe der „Unterhaltung“ bzw. der „Gespräche“ zu betrachten…

Wenn Ich mich ununterbrochen mit einer stets zunehmenden Masse an Personen unterhalte,
– führt das zu nichts, als zu beständiger Ablenkung von eigengeistiger Schöpfung,
– und damit von den ultimativsten Fähigkeiten dessen, was man einen „lebendigen, gesunden Geist“ nennt. –

– erinnert Adamon. –

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