Ich berühre nun eine Thematik, die zu den verschwiegensten Themen überhaupt gehört:

Der Aspekt der „sozialen Interaktion mit Anderen“ gilt als eine Art von „Allheilmittel“,
– in Wirklichkeit garantiert es nichts, als beständige Ablenkung von der Erkenntnis des eigenen Ich. –

Ab dem Moment, wo Ich „mit anderen interagiere“, – begreife Ich nicht mehr, was Ich erlebe,
nicht mehr was Ich denke, und nicht mehr, was Ich empfinde,
– stattdessen bin Ich genötigt, mein Denken, Empfinden und Erleben
mit dem Denken, Empfinden und Erleben anderer abzugleichen,
– und das bedeutet, „Ich erlebe ein vergleichendes Geschehen statt meinem Ich“. –

Der sog. „Normalzustand“ des Individuums spiegelt infolge einen ständigen „Zustand des Vergleichens
der Erlebnisse und Definitionen verschiedener Personen“ wieder, – der Aspekt der „Macht eines Individuums“
ist das Ergebnis dieser Angewohnheit, – „mächtige Menschen“ sind „Meister der Interaktion mit Anderen“,
und Ihre Macht beziehen sie aus der Manipulation ihrer Beobachtungen dieser Anderen. –

Wir erleben Interaktion als einen „angenehmen Zustand“, – das „Angenehme“ daran ist die Folgeerscheinung
der vorübergehenden „fehlenden Erkenntnis des eigenen Ich“. –

Wir geniessen es, „Uns nicht zu erleben“, – das ist das Einzige, wozu soziale Interakion führt,
– es bedeutet „Ablenkung von Sich Selbst“, – und somit von dem Augenblick, den Wir erleben. –

Grundlegend sollte es jedem/r Geborenen einleuchten, das Wir aus guten Gründen
„alleine auf die Welt kommen“, – gäbe es eine definitive Notwendigkeit einer Vielheit,
würden Wir alle in Gruppen geworfen werden, – ungeachtet dieses Tatbestandes werden
Wir dazu angehalten, „beständig vor Uns Selbst zu fliehen“. –

Dadurch entgeht Uns die Multidimensionalität unseres eigenen Geistes,
– Wir erkennen nicht mehr, wozu Wir fähig sind, – weil Wir beständig damit beschäftigt sind,
Uns daran zu orientieren, was Nicht-Ichs erleben, empfinden und denken. –

Natürlich ist es nicht grundlegend schlecht, sich mit Anderen auseinanderzusetzen,
– solange Uns bewusst bleibt, das es „kein natürlicher Zustand“ ist,
– sondern ein Zusatz, den Wir Uns von Zeit zu Zeit leisten können,
– um danach in den „natürlichen Zustand der Einsamkeit“ zurückzukehren. –

Der Grund für die Angewohnheit unseres „Rudelns“ liegt in unserer halbtierischen Vergangenheit. –

„Damals“ war Einsamkeit in der Tat lebensbedrohend, – Wir bedurften der Gruppe, um den zahlreichen
Gefahren einer ungezügelten Natur entgegentreten zu können, – und aufgrund dieser Erinnerungen
war es für Uns nur natürlich, diese Angewohnheit beizubehalten und zu kultivieren. –

„Gruppe“ bedeutete damals „Schutz“, – vor wilden Tieren, vor anderen Gruppen, vor dem Erfrieren
und dem Verhungern, – doch spätestens seit diese Erde von Uns kultiviert und damit für Uns „unbedrohlich“
geworden ist, – ist es nicht viel mehr als eine verschleppte Angewohnheit, – und in Bezug auf unser Bewusstsein
ein wirklicher Hemmschuh unserer Entwicklung. –

„Alleine Sein zu können“ ist weniger eine spezielle Fähigkeit besonders starker Individuen,
– sondern ein „Merkmal gesunder, individueller Lebensfähigkeit“, – und es sollte das Erste,
und nicht das Letzte sein, was Wir den Uns Anvertrauen beibringen, – wenn es Uns um etwas
anderes geht, als darum, sie von Uns abhängig zu machen, – denn die Abhängigkeit von Uns
ist kein gesunder, natürlicher Zustand, sondern die Folgeerscheinung unserer Unfähigkeit,
Uns Selbst entgegenzutreten. –

Es stellt sich nun berechtigt die Frage, „wo denn hier eigentlich das Problem liegt“ ?
Und solange Wir keinen „Bewusstseinsanspruch“ stellen, gibt es auch keines. –

Wenn Wir jedoch in einem Solchen ausarten, sieht die Sache ganz anders aus…

Damit sich ein Bewusstsein seiner Selbst „bewusst“ wird, – muss es sich „auf Sich Selbst zurückführen“,
– und nicht auf Andere, – sonst wird sich „die Bewusstseinsleistung auf die Ansprüche Anderer reduzieren“,
– und genau darin können Wir auch den überall beobachtbaren Grund des scheinbar „fehlenden Bewusstseinsanspruches“
vieler Personen erkennen. –

Die beständige Verfügbarkeit anderer Individuen wird zum „Masstab“,
– man legt nicht mehr „mehr Bewusstsein an den Tag, als es diese Anderen fordern“,
– und wenn diese Anderen nicht zufällig sehr hart an sich arbeitende Personen sind,
– wird ein „Bewusstseinsanspruch“ bald nicht mehr zur Debatte stehen…

– Und genau diesen Prozess können Wir mittlerweile erdenweit beobachten,
– hierin wurzelt die „Spassgesellschaft“, – die „nichts mehr von sich erwartet, als Unterhaltung“. –

„Unterhaltung“ an sich ist eher förderlich, weil sie das Bewusstsein entspannt,
– und so ein wichtiger Ausgleich ist, – wird sie jedoch zum „Masstab“,
– beginnt mit Ihr die Degeneration der gesamten Bevölkerung,
– das Leben wird zum „Witz“, – die Gehirne erwarten nichts mehr von sich,
als „Unterhaltung“, – das Individuum, – eigentlich geschaffen, um nach den Ihm innewohnenden
Fähigkeiten zu forschen, – will nur noch „von Anderen anerkannt werden“,
– die Verblödung der Wesenheiten greift um sich, – und:

„Der Mensch wird austauschbar“, – man sucht nicht mehr „nach dem Bewusstsein des/r Anderen“,
– begreift nicht mehr, wozu man hier eigentlich ein Gehirn ausgebildet hat. –

Man bleibt beieinander, solange „man sich gut unterhält“, – endet dieser entspannende Ausgleich,
geht man zum/r nächsten einen „gut unterhaltenden“, – und damit beginnt der sukkzessive
„ABSTIEG DES BEWUSSTSEINS“, – und damit das Hauptproblem der modernen Massengesellschaft,

– „die Idiotisierung der Gesellschaft“. –

– Um dem Einhalt zu gebieten, muss sich das Individuum „auf Sich Selbst zurückführen“,
– muss es fort von Massenunterhaltung und ausartendem Rudelwesen,
– muss es sich, – wenn überhaupt, – „auf einen einzigen Partner ausrichten“,
– und mit jenem nach und nach verschmelzen, – was wirklich Anspruch genug ist,
– sonst wird hier gar nichts überleben, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Unmengen
grinsender Äffchen an ihrer selbstgeschaffenen Bewusstlosigkeit zugrundegehen. –

– Diese Entscheidung kann wiederum „nur vom Einzelnen getroffen werden“,
– man kann es weder einfordern, noch erwarten, – man kann es, – wie alles Wesentliche,
– nur „tun“, – denn „was Du nicht tust, geschieht nicht“. –

– erinnert Adamon. –

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